Ein Hauch von geheimnisvoller Mystik umgibt das Land Tibet in Asien. Vielfach bewundert werden die Bewohner des zentralasiatischen Hochlandes vor allem wegen ihrer Spiritualität, tiefen Religiösität und uralten Kultur. Auch ihre eigene, ja denkbar friedliche Weltanschauung ist für Menschen aus Westeuropa irgendwie seltsam und doch anziehend. Einen unvergesslichen Eindruck vom religiösen Denken der Tibetaner können sich alle Fernostbegeisterte und -interessierte noch bis Anfang Februar nächsten Jahres in der
holen.
Zu bestaunen sind verschiedene Gemälde, Skulpturen und hochinteressante Gegenstände, die religiösen Zwecken im 17. und 19. Jahrhundert dienten. Die ausschließlich religiösen Werke thematisieren vor allem die Erleuchtung des Menschen. Der Eintritt der Ausstellung im
Caixa-Forum in Palma ist frei; die Exponate werden vom
Musées Royaux d'Art et d'Histoire in Brüssel zur Verfügung gestellt.
Die Ausstellungsstücke stammen aus der Privatsammlung des
Belgiers Léon Verbert, der 28 Jahre lang in China lebte und dort die faszinierenden Werke mit großem Enthusiasmus sammelte. Über 600 Kunstwerke kamen in jener Zeit zusammen, die sich seit 1951, 26 Jahre nach seiner Rückkehr nach Europa, im Museum in Brüssel befinden.
Die Ausstellung in Palma umfasst rund 200 Werke. Besonders sehenswert ist ein
Ensemble von zwölf thang-ka. Auf diesen Rollbildern sind diverse Szenen aus dem Leben Siddartha Gautamas, dem Begründer des Buddhismus, erkennbar. Sein Weg über schreckliche Leiderfahrungen, Askese und Meditation hin zum Buddha, dem 'Erwachten', ist hier auf beeindruckende Art und Weise dargestellt. Ebenso sind verschiedene Gottheiten, furchteinflößende Motive kosmischer Kräfte und Szenen rund um das uns scheinbar schon geläufige 'Nirvana' oder 'Karma' zu sehen.