Mallorcas Südostküste – Naturidylle & Strandparadiese
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Südosten
Die Gemeinden Felanitx, Santanyí, Llucmajor, Campos und Ses Salinas bilden gemeinsam die Landschaftsregion Migjorn. Sie ist einerseits von den südlichen Ausläufern der Serres de Llevant geprägt, die besonders in Felanitx eine herrliche Hügellandschaft zaubern, während sich an der Küste lange Sandstrände mit malerischen Felsbuchten abwechseln. Wer morgens durch die sanften Hügel streift, wird vom Duft wilder Kräuter und dem Gesang der heimischen Vögel begleitet – eine Atmosphäre, die Ruhe und Erholung verspricht. Das schönste Fleckchen Erde dieser Region ist zweifelsohne der Naturpark Mondragó, der zahlreiche einheimische Tier- und Pflanzenarten beherbergt. Die geschützten Buchten Cala Mondragó und Cala S’Amarador laden mit ihrem feinen Sand und dem kristallklaren Wasser zum Entspannen ein, während Wanderwege durch Pinienwälder führen und immer wieder atemberaubende Ausblicke auf das türkisfarbene Meer eröffnen.
Weiter gen Süden herrschen dagegen flache Ebenen vor, die vorwiegend landwirtschaftlich genutzt werden. Hier prägen weite Felder mit reifen Mandelbäumen und leuchtenden Sonnenblumen das Bild, während der milde Meereswind die Landschaft sanft durchweht. Als markanter Landstrich stechen hier die endlos scheinenden Salzwiesen Salines de Llevant hervor, welche bereits seit dem 13. Jahrhundert zur Salzgewinnung genutzt werden und heute unter strengem Naturschutz stehen. Ein Spaziergang entlang der Salinen bei Sonnenuntergang offenbart ein faszinierendes Farbenspiel aus Rosa, Orange und Gold, das die weiten Wasserflächen in ein magisches Licht taucht.
Das Gleiche gilt für die vorgelagerten Inselgruppe Cabrera, welche die Besucher durch ihre artenreiche Flora und Fauna, mit der berühmten Blauen Grotte (Cova Blava) und den Ruinen eines Festungsturms beeindruckt. Wer mit dem Boot die ruhigen Gewässer um Cabrera erkundet, spürt die Geschichte förmlich an den alten Mauern und kann mit etwas Glück Meeresschildkröten und Delfine beobachten. Ihr gegenüber liegt schließlich auch der südlichste Punkt Mallorcas: das Cap de ses Salines mit seinem Leuchtturm aus dem 19. Jahrhundert. Von dort eröffnet sich ein unvergleichlicher Blick auf das endlose Meer und die Küstenlinie, ideal für stille Momente bei Sonnenauf- oder untergang.
Sehenswerte Orte
Der Südosten Mallorcas gilt als eines der beschaulichsten Ferienregionen der Insel. Denn obwohl zahlreiche Gäste hier ihren Urlaub verbringen, blieben die einstigen Fischerdörfer von riesigen Hotelkomplexen verschont und konnten sich daher ihren ursprünglichen Charme bewahren. Zu ihnen gehören in erster Linie Porto Colom, Porto Petro und Cala Figuera. In diesen Orten spürt man das authentische Inselleben: Fischerboote schaukeln im Hafen, während kleine Cafés mit frisch gebrühtem Kaffee und dem Duft von gebackenem Ensaimada zum Verweilen einladen. Wochenmärkte bieten lokale Produkte an, von duftenden Orangen bis zu handgemachten Keramiken.
Ein Stück weiter im Landesinneren lohnt sich ein Ausflug zu den größeren Ortschaften Felanitx mit der Barockirche Sant Miquel und Santanyí mit dem sehenswerten Plaça Major. Beide haben sich ihren urtümlichen Charakter erhalten und glänzen durch einige beeindruckende Bauwerke. Wer Felanitx besucht, sollte unbedingt das alljährliche Fest zu Ehren des Heiligen Michael erleben, wenn die Straßen sich mit Musik, Tanz und traditioneller Tracht füllen. In Santanyí verzaubern die verwinkelten Gassen mit kleinen Galerien und Kunsthandwerksläden, die zum Stöbern und Entdecken einladen. Unbedingt lohnt sich beispielsweise die Besichtigung des Klosters Santuari de Sant Salvador sowie des imposanten Castell de Santueri. Beide wurden im 18. Jahrhundert auf Berggipfeln in der Nähe von Felanitx erbaut und bieten daher eine fantastische Aussicht über die malerischen Landschaften der Umgebung. Bei klarer Sicht lassen sich sogar die Gipfel der Serra de Tramuntana erkennen. Zwischen Santanyí und SAlqueria Blanca entdecken Neugierige außerdem die Kapelle Oratori de la Consolació aus dem 16. Jahrhundert, die mit ihrer schlichten Architektur und den kunstvollen Fresken ein stilles Zeugnis vergangener Zeiten ist.
Campos ist eher ein beschaulicher Ort mit historischer Stadtmauer, Wehrtürmen, einer Pfarrkirche aus dem 18. Jahrhundert sowie einigen restaurierten Windmühlen. Bekannt ist Campos vor allem wegen der vielen Mandelbäume in der Umgebung und dem hier hergestellten Käse, der als eine typisch mallorquinische Spezialität gilt. In den kleinen Hofläden rund um Campos locken frisch gepresster Mandelhonig und würzige Olivenöl-Sorten, die die regionale Küche bereichern.
Ses Salines ist eher ein kleiner Ort, der etwa für den privat geführten Kakteengarten Botanicactus sowie dem nahe gelegenen Thermalbad Banys de Sant Joan aus römischer Zeit bekannt ist. Die exotische Pflanzenwelt im Botanicactus entführt Besucher in eine andere Welt, während das Thermalbad mit seinem warmen Wasser zum Entspannen und Wohlfühlen einlädt. Nicht weit entfernt liegt außerdem Santanyí, das es sich ebenfalls zu besichtigen lohnt.
Als typischer Touristenort erfüllt Colònia de Sant Jordi alle Wünsche, die das Urlauberherz begehrt. Ein Sporthafen und eine von Palmen gesäumte Uferpromenade bilden das Herzstück des einstigen Fischerdorfes. Hier laden viele Geschäfte zu einem gemütlichen Einkaufsbummel ein, während sich das Nachtleben in den Bars und Restaurants abspielt. Die Atmosphäre bei Sonnenuntergang, wenn die Promenade in warmes Licht getaucht ist und Live-Musik aus den Lokalen erklingt, macht diesen Ort besonders lebendig.
Die Stadt Llucmajor nahe des Puig de Randa schließlich liegt der Inselhauptstadt Palma de Mallorca am nächsten und ist daher schnell vom Flughafen aus erreicht. Sie gilt als Zentrum des mallorquinischen Schuhhandwerkes und hat an sehenswerten Bauwerken etwa das imposante Rathaus und die Kirche San Miguel zu bieten. Außerdem beherbergt die Stadt ein Denkmal des letzten mallorquinischen Königs Jaume III. Nicht weit entfernt befindet sich schließlich mit Capocorb Vell die besterhaltene Talayotsiedlung Mallorcas, die Besucher auf eine Zeitreise in die prähistorische Vergangenheit entführt. Die archäologischen Stätten mit ihren geheimnisvollen Steintürmen und Rundbauten laden zu ausgedehnten Erkundungen ein.
Freizeit
Wer seinen Mallorca Urlaub im Südosten der Insel aktiv gestalten will, der kann zu Fuß oder mit dem Mountainbike die grüne Hügellandschaft im Hinterland erkunden. Dabei eröffnet sich immer wieder der Blick auf das glitzernde Meer und die üppig bewachsenen Täler, während man das Knirschen der trockenen Erde unter den Reifen oder Schritten hört. Zu den reizvollen Pfaden zählen auch die Wanderungen durch die Pinienwälder des Naturparks Mondragó, die mit schattigen Plätzen zum Verweilen einladen. Für Taucher und Schnorchler hält die Küste eine faszinierende Unterwasserwelt bereit, in der bunte Fischschwärme in den klaren Buchten zwischen Seegraswiesen und Felsen umherschweben.
Zahlreichen anderen Wassersportarten wie Wasserskifahren und Segeln kann man natürlich ebenfalls an der Südostküste Mallorcas nachgehen. Wer lieber an Land bleibt, kann einen Ausflug mit dem Glasbodenboot unternehmen und so ganz bequem die Meeresbewohner beobachten. Landratten genießen eine Reittour durch die abwechslungsreiche Landschaft oder spielen Tennis in einem der lokalen Clubs. Für Golfenthusiasten bieten der Golfplatz Vall d’Or sowie die beiden Golfplätze von Son Antem bei Llucmajor erstklassige Fairways, auf denen sich das eigene Handicap verbessern lässt – alle Plätze sind von einer idyllischen Naturkulisse umgeben und laden zu entspannten Stunden ein.
Strände
Als eine der wohl schönsten Strände Mallorcas gelten zweifelsohne die Cala Mondragó und die Cala S’Amarador im Parc natural de Mondragó. Von dichten Pinienwäldern und malerischen Felswänden eingerahmt bilden die hellen, feinsandigen Strände zusammen mit dem türkisfarbenen Meer eine traumhafte Naturkulisse. Das sanfte Rauschen der Wellen und das Zwitschern der Vögel schaffen hier eine fast magische Atmosphäre, die zum Verweilen einlädt. Am frühen Morgen zeigt sich das Meer in sanften Pastelltönen und die ersten Sonnenstrahlen brechen durch die Baumkronen – ein perfekter Start in den Tag.
Auf den vorderen Plätzen der schönsten mallorquinischen Strände steht auch die Platja des Trenc, da sie mit einem endlos weißen Sandstrand und einer unberührten Natur besticht. Der weiche Sand fühlt sich angenehm warm an den Füßen an, während die salzige Brise des Meeres erfrischend wirkt. Diesen wie auch die Strände Platja des Carbó und Platja des Dolç erreichen Neugierige bequem von Colònia de Sant Jordi aus. Hier sind die Dünen geschützt und bieten Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere – ein Paradies für Naturliebhaber.
Ebenfalls inmitten einer wunderschönen Landschaftskulisse liegen die eher kleinen Sandstrände Cala Mandia, Cala Murada, Cala Ferrera und Cala d’Or. Da sie mehr touristisch geprägt sind, bieten sie zudem einige Annehmlichkeiten, die den Badetag am Strand noch komfortabler gestalten. Die sanften Wellen laden zum Schwimmen ein, während gemütliche Strandbars Erfrischungen und mallorquinische Tapas servieren. Das touristische Leben spielt sich weiterhin auch in Colònia de Sant Jordi, SArenal de sa Ràpita und an der Cala Pi ab. Sehr gut besucht sind wegen der nahe gelegenen Hotels und Ferienwohnungen außerdem die Strände Platja des Coto, Platja de s’Estanys und Platja des Port.
Ruhiger geht es dagegen in den kleinen Buchten wie der schönen Cala en Tugores, Es racó de s’Arena sowie an der Platja des Peregons Petits zu. Besonders in der Gemeinde Llucmajor befinden sich aufgrund der zerklüfteten Felsenküstenlandschaft eine Vielzahl idyllischer Buchten, die es zu entdecken lohnt. Dort kann man das Plätschern der Wellen hören, die frische Meeresluft genießen und sich in den versteckten Ecken ganz für sich fühlen.
Schließlich lohnt sich auch unbedingt ein Ausflug zur Cala Santanyí und Cala Llombards, da sich zwischen den beiden Buchten das Felsentor Es Pontàs befindet – eines der wohl bekanntesten Fotomotive von der Urlaubsinsel Mallorca. Der natürliche Bogen aus Kalkstein ragt majestätisch aus dem Meer und ist besonders bei Sonnenuntergang ein spektakulärer Anblick, wenn das goldene Licht auf die Felsen fällt und die Szenerie in ein warmes Glühen taucht.
